Lived responsibility

„Recht ist nur so viel wert, wie wir bereit sind, es zu leben.“

Humanitäre Rechte sind aus Leid entstanden, Erinnerung an Schmerz, Gewalt und Verlust. Sie sollen beschützen, uns helfen Teil der Gesellschaft zu sein und unterstützen in Situationen, in denen wir Hilfe benötigen. Durch sie soll Humanität sichergestellt werden. Rechte zu haben, befreit uns nicht von unserer Verantwortung. Wir sind alle wertvolle Mitglieder unserer Gesellschaft. Wir sind verantwortlich, jeden Menschen zu sehen und anzuhören. Würde bedeutet respektvoll mit unserem Gegenüber umzugehen, ihn zu akzeptieren und mit Freundlichkeit zu begegnen. Die Art und Weise wie wir miteinander umgehen, bringt zum Ausdruck, wie wir unsere Rechte leben. Leben wir nicht unsere Verantwortung der Gesellschaft gegenüber, wird unser Recht bedeutungslos. Die Gesellschaft verliert den Halt. Wir beginnen zu polarisieren, zu verurteilen und bleiben in unserem Schmerz allein. Es fängt mit kleinen Konflikten an, bis wir beim Krieg angekommen sind. Krieg entsteht dort, wo Menschenrechte relativiert, ignoriert oder gegeneinander ausgespielt werden.

GG § Artikel 1, GG § Artikel 2, GG § Artikel 3, GG § Artikel 4, GG § Artikel 5,
SGB I §10
SGB VIII § 1, SGB VIII § 16
KKG § 1

Die Bezugnahme auf diese Artikel des Grundgesetzes und der genannten Gesetze versteht sich als Ausdruck meiner eigenen rechtlichen und ethischen Verortung. Als in Deutschland lebende Künstlerin im Feld der Sozialen Plastik verankere ich meine Arbeit in den hier geltenden Grundlagen von Würde, Schutz und Humanität.

Jahr: 05/2024
Maße: 80 × 73 × 2 cm (H × B × T)
Material: Mixed Media auf Karton, bearbeiteter Metallrahmen mit Glas
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